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Outdoor

Appalachian Trail: Unser Guide zum längsten Fernwanderweg der Welt

Du interessierst dich für den Appalachian Trail? Dann bist du hier genau richtig gelandet...

Foto: iStock
Text: Nina Zietman

Der Appalachian Trail (A.T.) in den USA ist dafür berühmt, der längste Fernwanderweg der Welt zu sein, der ausschließlich zu Fuß begangen werden kann. Mit dem Start am Springer Mountain in Georgia erstreckt er sich über 3500 Kilometer bis zum Mount Katahdin in Maine.

Er folgt der Kammlinie der Appalachen an der Ostküste Amerikas und führt durch acht große Wälder, zwei Nationalparks und 14 Staaten: Georgia, North Carolina, Tennessee, Virginia, West Virginia, Maryland, Pennsylvania, New Jersey, New York, Connecticut, Massachusetts, Vermont, New Hampshire und Maine.

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Der Trail wurde im Jahr 1937 fertiggestellt und derzeit teilen sich National Park Service, United States Forest Service sowie die Appalachian Trail Conservancy den Unterhalt. Es ist lediglich zu Fuß erlaubt auf dem Trail zu wandern, obwohl es ein paar kleine Sektionen gibt, auf denen das Befahren per Bike ebenfalls gestattet ist.

Auf dem Appalachian Trail finden sich zwei verschiedene Typen Wanderer: Die einen Wanderer sind Menschen, die versuchen, den ganzen Weg in einem Zug zu schaffen. Wie der Name schon vermuten lässt, begeben sich die Sektionen-Wanderer in Etappen auf die Strecke des Appalachian Trails.

Die Appalachian Trail Conservancy zeichnet dabei diejenigen Teilnehmer auf seiner Website aus, die mehr als 2000 Meilen zurückgelegt haben. Sie bekommen den Namen „2000 Miler“.

Im September 2015 wurde Heather Anderson zur schnellsten Person, die jemals ohne Unterstützung den Appalachian Trail gewandert ist, was bedeutet, dass sie ohne Fahrzeug oder Support anderer unterwegs war und ihr Gepäck selbst schleppte. Sie benötigte 54 Tage, 7 Stunden und 48 Minuten. Zudem hält Anderson die Bestmarke für den Pacific Crest Trail.

Wie du wahrscheinlich mittlerweile bemerkt haben dürftest, ist der A.T. kein Zuckerschlecken, sondern eine anspruchsvolle Wanderung mit vielen anstrengenden Etappen. Aber er ist wunderschön und lohnt sich. Es gibt schließlich ein Grund dafür, warum Millionen von Wanderern Sektionen des A.T. jedes Jahr in Angriff nehmen.

Reiseautor Bill Bryson hat ein urkomisches Buch über den Versuch geschrieben, den Appalachian Trail zu schaffen. Es heißt A Walk In The Wood und wurde vor kurzer Zeit mit Nick Nolte und Robert Redford vefilmt.

Wie lange würde ich für die Wanderung auf dem Appalachian Trail brauchen?

Blick über den Linville River in North Carolina, Teil des Appalachian Trail. Foto: iStock

Den gesamten Appalachian Trail in einer Tour zu bestreiten, dauert zwischen fünf und sieben Monaten bis zum Zielpunkt. Trailrunner schaffen die Route in weniger Zeit.

Die meisten Menschen wandern dabei von Süden nach Norden, beginnend in Georgia mit dem Ende in Maine. Es wird geschätzt, dass nur 29 Prozent derjenigen, die sich an der Herausforderung versuchen, den A.T. an einem Stück auch beenden. Es gibt eine Reihe von Hindernissen, die Wanderern zum Verhängnis werden können, den ganzen Weg zu gehen – einschließlich Verletzungen, Unwetter und Krankheit. Schwarze Bären, giftige Schlangen und Wildschweine leben auch auf Abschnitten des Weges, also sei gewarnt!

Was ist die günstigste Zeit des Jahres, um auf dem Trail zu wandern?

Der Herbst ist eine der besten Phasen für den Appalachian Trail. Foto: iStock

Die meisten Menschen wandern auf dem Appalachian Trail zwischen Frühjahr und Herbst. Ambitionierte Kandidaten neigen dazu, im März oder April einzusteigen und ihn im Oktober zu beenden. Dies ist die beste Zeit, um Schneefall zu vermeiden, der während des Winters in den Appalachen fällt.

Wie fit muss ich sein für den Appalachian Trail?

Man benötigt ein gutes Level an Fitness für den A.T. Foto: iStock

Es ist eine berüchtigt-anspruchsvolle Wanderung über bergiges Gelände mit langen aufsteigenden Abschnitten. Einige Sektionen bestehen nicht nur aus Wandern, sondern erfordern kleinere Klettereien über Felsen. Also die kurze Antwort: Du musst verdammt fit sein.

Die Appalachian Trail Conservancy empfiehlt, vorher durch Wanderungen im bergigen Gelände zu trainieren. Man sollte trainieren, indem man die Bedingungen auf dem Weg so nah wie möglich nachahmt. Stelle sicher, dass du ein paar praktische Tipps zu Übernachtungen sammelst, bevor die Tour beginnt.

Wenn du zum ersten Mal auf dem Weg bist, willst du knapp 13 Kilometer pro Tag abdecken und dann allmählich deine Kilometerzahl erhöhen, wenn du stärker wirst und an die Strapazen gewöhnt bist. Man muss kein Super-Athlet sein – du solltest aber ein anständiges Fitnesslevel haben sowie Fitness sowie ernsthafte Entschlossenheit mitbringen.

Ein weiterer wichtiger Hinweis: Sorge unbedingt dafür, dass deine Wanderstiefel eingelaufen sind, denn unterwegs gibt es fast nichts Schlimmeres, als vom ersten Tag an bereits mit Blasen kämpfen zu müssen.

Die Appalachian Trail Conservancy hat eine großartige Website mit vielen hilfreichen Tipps und Informationen, um vor dem Start die optimalen Voraussetzungen für den Appalachian Trail zu schaffen.

Wo werde ich übernachten auf dem Appalachian Trail?

Die meisten Leute campen entlang des A.T. – entweder auf einem Campingplatz oder in der Wildnis. Foto: iStock

Große Streckenabschnitte des Appalachian Trail führen mitten durch die Wildnis, ohne irgendwelche Städte in schnell erreichbarer Nähe. Wanderer, die mehrere Tage einplanen, müssen daher zwingend ein Zelt einpacken, um spontan übernachten zu können. Du wirst einerseits die Möglichkeit haben, auf Campingplätzen zu übernachten, aber immer wieder auch einen Platz in der Wildnis suchen müssen.

Zudem gibt es mehr als 250 sogenannte“Shelters“ entlang des A.T. Sie sind großartige Plätze, um sich mit anderen Wanderern auszutauschen oder im strömenden Regen trocken zu bleiben. Backpacker können dort schlafen, frei nach dem Motto: Wer zuerst kommt, malt zuerst. Die meisten der Shelters sind gratis, einige kosten pro Übernachtung ein paar Dollar.

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