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Surfing Equipment | Basic Surfboard Safety

Schütze deine Hände, Gesicht und Kronjuwelen mit diesen Tipps für mehr Sicherheit und keinen Stress im Line-up

Von Billy Wilson

Neben richtiger und ordentlicher Ausrüstung wie Ohrenstöpsel oder Booties kann man seinen Körper sehr gut schützen. Das Surfboard und die dazugehörigen Teile wie Finnen und Leash bilden ein hohes Sicherheitsrisiko. Wenn du allerdings unsere einfachen Tipps befolgst, kannst du mögliche Gefahren minimieren.

Surf-Equipment: Surfboards

Surfboards aus Schaumstoff, auch “Foamies” genannt, sind die beste Option für Anfänger. Foto: iStock

Laut einer Studie passieren 66 Prozent der Surfunfälle aufgrund des Zusammenstoßens mit einem Surfboard. Meistens gehört das Brett dem geschädigten Surfer dabei selbst. Daher ist es nicht nur in deinem Interesse, sondern auch von anderen Surfern, dass dein Board so sicher wie möglich ist. Wenn du Anfänger bist und es gewissenhaft lernen möchtest, solltest du ein weiches Surfboard, genannt „Foamie“, benutzen. Diese können zwar auch sehr schmerzvoll sein, aber bei weitem nicht so gefährlich wie klassische Surfboards aus härterem Material. Foamies haben zudem oftmals spezielle Finnen aus gehärtetem Gummi.

Surf-Equipment: Finnen

Ungefähr die Hälfte der Surf-Unfälle wird also durch das Surfboard verursacht. Neben anfängerfreundlichen Gummifinnen, sind die Pro Teck Finnen von Surf Co. Hawaii die sichersten Finnen auf dem Markt. Durch flexible Finnen aus Urethan sind tiefe Schnittwunden eher unwahrscheinlich. Das Gefühl beim Surfen ist ein wenig anders als mit normalen Finnen, aber solange du kein Profisurfer bist, wirst du das wahrscheinlich nicht spüren. Pro Teck selbst behauptet, dass man mit diesen Finnen engere und flüssigere Turns ziehen kann und Ähnlichkeiten zu den flexiblen Flossen von Delfinen und Haien haben.

Das neue FCS II Finnen System macht es möglich die Finne ohne Werkzeug leicht anzubringen bzw. herauszulösen. Und zudem wird das Surfen um einiges sicherer.

FCS ist der führende Hersteller für Finnen auf dem Markt. Vor kurzem hat die Firma das FCS II System vorgestellt, in das man Finnen ohne Finnenschlüssen oder weiteres Zubehör in die Plugs stecken bzw. entnehmen kann. Nicht nur, dass diese Innovation sehr praktisch ist, sondern auch gefährliche Verletzungen vermieden werden können, da die Finnen sich bei Gegendruck einfach aus der Halterung lösen. Schade zwar um die Finne, aber immer noch besser als einen Liter Blut zu verlieren.

Falls du doch lieber mit klassischen Finnen surfen möchtest, kannst du die scharfen Enden mit feinem Schleifpapier etwas abrunden, um heftigere Verletzungen zu vermeiden. Der Surfexperte für Sicherheit, Andrew Nathanson, empfiehlt die Enden mindestens zwei Millimeter abzustumpfen. Horrorunfälle mit Finnen sind sehr verbreitet und ziemlich besorgniserregend. Joel Parkinson verpasste 2010 knapp den Weltmeistertitek, weil seine halbe Ferse durchschnitten wurde. Gerry Lopez wie auch Tom Carroll erlitten schwerwiegende rektale Verletzungen, da ihre Finnen…, ihr wisst schon.

Joel Parkinson verpasste 2010 den Titel aufgrund dieser Verletzung durch eine Finne. Foto via @joelparko

Surf-Equipment: Schutzvorrichtung für die Nose

Die Nose des Surfboards ist eine weitere ernstzunehmende Gefahrenquelle, da sie oft sehr spitz sind. Sie sollte bei einem Anfänger stets rund sein und je fortgeschrittener man wird, desto spitzer wird dann meistens auch die Nose. Eine kleine Schutzvorrichtung soll im Fall eines Aufpralls mögliche Verletzungen minimieren. Alternativ kann man auch die Spitze mit Schleifpapier etwas abflachen, denn eine spitze Nose hat sowieso keine bemerkenswerte Funktion beim Surfen. Sie bildet einen der anfälligsten Bereiche am Brett, der leicht kaputt gehen kann – eine beschädigte oder schlecht reparierte Nose ist sogar noch gefährlicher.

Surf-Equipment: Leash

Eine Leash ist nicht nur unglaublich praktisch, sondern auch ein wichtiger Faktor, wenn es um die Sicherheit im Wasser geht. Stell dir vor, die Welle wäscht dich und dein Surfboard trifft einen anderen Surfer oder falls du dich in Schwierigkeiten befinden solltest, hast du immer eine Schwimmhilfe bei dir.

Obwohl die Leash massive Sicherheit mitbringt, stellt sie zugleich auch ein hohes Sicherheitsrisiko dar. Es gibt drei Dinge, die mit einer Leash schieflaufen können: Das Surfboard kann nach einem Wipeout auf den Surfer einschlagen. Das passiert häufig bei starken Offshore-Winden, wenn die Leash durch die Wellen straff gezogen wird und wieder auf den Surfer zurückschnallt. Oder die Leash schlängelt sich wie eine Würgeschlange um den Hals oder wickelt sich um andere Körperteile und führt teilweise zu schweren Quetschungen.

Dabei sind die Finger am häufigsten betroffen. Generell sollte man die Finger komplett von der Leash lassen und das Surfboard immer in die Hand nehmen. Als Drittes kann sich die Leash leicht in Riffen oder Buhnen verhaken und somit den Surfer unter Wasser ziehen bzw. halten. Man spekuliert noch heute, ob das der Grund für den Tod von Big Wave Surfer Mark Foo im Jahr 1994 gewesen sein könnte. Achtsamkeit ist richtige Prävention, um solche Risiken möglichst zu vermeiden. Die Leash sollte einen Mechanismus haben, mit der man sie in kritischen Situationen schnell loswerden kann.

Außerdem solltest du wissen, dass die Leash durch eine starke Welle reißen kann und du fähig sein musst, ohne Surfboard ans Ufer zurückzukehren. Es gibt verschiedene Stärken und Längen, die für unterschiedliche Surfbedingungen geeignet sind. Prüfe immer deine Leash, bevor du ins Wasser gehst, ob sie auch richtig am Board befestigt ist – besonders, wenn die Wellen mal größer sein sollten.

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