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Outdoor

Climbing Basics | Grundkenntnisse über Kletterknoten

Prusik, Achterknoten und Co.: Diese 6 Knoten sollte jeder Kletterer kennen

Von Lindsay Walsh

Kletterknoten bilden ein wichtiges Wissensfeld für jeden Kletterer da draußen. Es gibt eine unglaubliche Vielfalt an Knoten und jeder einzelne hat seinen ganz eigenen Sinn.

Den richtigen Knoten für die jeweilige Situation zu kennen, kann darüber entscheiden, wie man einen Berg bezwingt. Zumindest einen groben Überblick sollte sich jeder Sportkletterer verschaffen.

Ohne Übung sehen Kletterknoten oft so aus – Foto: iStock

Ein weiterer Vorteil, die Kunst der Knoten zu beherrschen, wäre ihre Nützlichkeit im alltäglichen Leben.

Je mehr du kletterst, desto mehr wirst du über Knoten herausfinden, aber es ist ratsam, zumindest die Grundlagen der häufigsten Knoten zu kennen, bevor man anfängt. Kletterknoten sind meistens recht einfach in ihrer Anwendung, also sollten die folgenden 6 Basisknoten kein Problem für dich darstellen.

Es kann eine gewisse Zeit dauern, einen Knoten wirklich zu beherrschen, aber wenn du irgendwann einmal an einem Berg hängst und dein Leben von einem kleinen Knoten abhängt, wirst du für jede Minute Training dankbar sein.

Achterknoten mit Schlaufe

Das ist wohl der Klassiker unter allen Knoten und der wohl wichtigste.

Der Achterknoten mit Schlaufe wird am Klettergurt befestigt und bietet eine robuste Verbindung zu deiner Ausrüstung. Wie bei jedem Knoten gibt es auch hier die verschiedensten Arten. Aber das wichtigste ist, dass du das Seil an dem richtigen Teil deines Haltegurtes befestigst.

Das Seilende soll vertikal durch die jeweilige Einbindeschlaufe gezogen und dann dem Knoten entgegen parallel entlang gelegt werden. Falls du dir unsicher bist oder einen Fehler gemacht hast, dann öffne einfach den Knoten und beginne von vorne.

Man kann diesen Knoten auch an ein gekrümmtes Seil anbinden, wodurch man eine robuste Schleife schafft, die als Hacken an der Felswand dient.

Prusik

 

Prusikknoten sind auch als Bremsen und „dritte Hand“ bekannt und genau so simpel wie nützlich.

Sie werden normalerweise an einem weiteren Seil verwendet. Der Knoten legt sich also um das Seil unterhalb deiner Sicherungsausrüstung und ist an deinem Klettergurt mit einem Karabiner befestigt.

Wenn der Knoten nun Gewicht ausgesetzt ist, zieht er sich zusammen und hält damit den Kletterer am herunterhängenden Seil fest. Das heißt, du kannst mit diesem Knoten an der Felswand hängen.

Natürlich hilft er dir auch beim Abseilen und ist praktisch eine Lebensversicherung. Du wirst glücklich sein, den Knoten gelernt zu haben.

Doppelter Spierenstich/Fischerknoten

Beim Klettern ist es stets ratsam, immer ein wenig mehr Seil dabei zu haben, als man eigentlich braucht. Und genau deshalb ist es nützlich zu wissen, wie man am besten zwei Seilenden miteinander verbinden kann.

Es gibt Dutzende von Knoten, die das bewirken. Doch der Spierenstich ist der beliebteste. Im Grunde macht man zwei Stopper, die in die jeweils entgegengesetzte Richtung wirken und somit unbeschwert die Länge deines Seiles steigern.

Für noch mehr Sicherheit sorgt ein dreifacher Fischerknoten, indem man einfach eine extra Schlaufe um das Seil bindet.

Stopperknoten

Diese Knoten können dir buchstäblich das Leben retten.

Ein Stopperknoten macht genau das, was der Name andeutet. Am Ende eines Seiles gebunden, sorgt er dafür, dass du nicht beim ultimativen Abseilfail draufgehst. Es funktioniert denkbar einfach: der Knoten ist schlichtweg zu dick für deine Sicherungsausrüstung und bleib dementsprechend stecken – und stoppt dich. Es mag vielleicht ein wenig verrückt klingen, aber derartige Vorfälle geschehen öfter, als man sich das vorstellt.

Ein weiterer Bonus ist, dass du mit diesem überstehendes Seil nach deinem Achterknoten verstauen kannst. Damit gehst du sicher, dass das umher schaukelnde Seil sich nicht in deiner Ausrüstung verhängt.

Halbmastwurf

Du hast deine Sicherheitsrüstung verloren oder sie ist kaputt? Dieser Kletterknoten ist hier, um den Tag zu retten.

Der Halbmastwurf ist nach dem Schweizer Werner Munter benannt, der diesen Knoten unter Bergsteigern bekannt machte.

Der einfache Knoten sorgt dafür, dass der Kletterer immer genügend Seil zum Klettern hat, aber kann sich auch zuziehen und somit dem Kletterer beim Fall stoppen. Das Einzige, was du neben dem Seil brauchst, ist ein Karabiner, der zwei Seilstränge auf einmal aushält. Nun bindet man den Knoten an den Karabiner und kann loslegen. Dadurch wird aus einer verlorenen Sicherungsausrüstung kein verlorener Tag auf dem Berg.

Webeleinenstek

Der Webeleinstek ist ein weiterer Knoten, den jedes Kind binden könnte.

Dieser Knoten wird normalerweise von demjenigen benutzt, der die Sicherung übernimmt. Im Grunde suchst du dir entweder eine Ankerstelle oder einen Baumstamm und bindest dort diesen Knoten. Der Vorteil dieses Knotens ist, dass du ihn problemlos kürzen oder verlängern kannst ohne ihn neu binden zu müssen.

Nun musst du nur die jeweils richtige Seite mit Seil versorgen, um entweder deine Distanz zu dem Knoten zu erhöhen oder kürzen. Damit kannst du dich während des Sicherns sicher bewegen.

Verbunden mit dem Achterknoten von oben ist diese Kombination besser als jede Lebensversicherung!

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