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Die Verschmutzung der Ozeane in 14 schonungslosen Bildern

Der erste Schritt zur Veränderung liegt bei uns selbst

Unsere Ozeane sind krank. Mit dieser Aussage übertreibt man nicht, denn der Auslöser ist eindeutig der schonungslose Umgang des Menschen mit der Natur. Unser Plastikverbrauch, unsere Abhängigkeit vom Öl, aber am schlimmsten ist unsere Haltung gegenüber dem täglich produzierten Müll, den wir in die Tonne stopfen und uns danach keine Gedanken mehr darum machen – aus den Augen, aus dem Sinn…

Diese 5,25 Billionen (1 Billion = 1000 Milliarden) Plastikteilchen in den Weltmeeren – betreffen uns als Einzelpersonen ja nicht direkt. Die riesigen schwimmenden Müllteppiche – sieht man als Einzelpersonen ja nicht direkt. Aber einiges davon trägt unseren Namen. Und wenn wir nicht jetzt handeln, unseren Kunststoffrausch reduzieren, werden die Ozeane mit Sicherheit nicht zu retten sein. Brauchst du noch mehr überzeugende Argumente? Dann schau dir diese 14 Fotos an, die dich zum Nachdenken anregen sollten. Der Anfang der Veränderung liegt nämlich bei jedem von uns.

1) Baby Albatross auf einer Insel mitten im Pazifik

Foto: Chris Jordan

Dieses Bild stammt aus einer Fotoserie von Chris Jordan, zu der er Folgendes schreibt:

“Auf dem Midway-Atoll, einer entfernten Inselgruppe mehr als 2000 Meilen entfernt vom nächsten Kontinent, wird das Ausmaß unseres Massenkonsums an einem erstaunlichen Ort deutlich: in den Mägen von tausenden von toten Baby-Albatrossen. Die Küken bekommen tödliche Mengen von Kunststoff von ihren Eltern gefüttert, die den schwimmenden Müll im hochgradig verschmutzten Pazifik mit Nahrung verwechseln.”

Hier kannst du mehr über Chris Jordan erfahren.

2) Plastiktüten im Mittelmeer

Foto: Mediterranean Association To Save The Sea Turtles

Schildkröten verwechseln Plastiktüten mit Quallen, ihrer Lieblingsspeise. Das Fressen der Beutel kann dazu führen, dass die Schildkröten ersticken, das Plastik blockiert den Verdauungstrakt und das trügerische Völlegefühl im Magen endet im Hunger-Tod.

Hier kannst du mehr über Medasset erfahren.

 

3) Der Ölteppich im Golf von Mexiko

Foto: iStock/RainerVonBrandis. Gulf of Mexico

Eine Ölpest tötet unzählige Seevögel. Wenn die Tiere versuchen, das Öl aus ihren Federn zu reinigen, nehmen sie es zwangsläufig auch zu sich. Das Öl sorgt zudem dafür, dass das Gefieder nicht mehr wasserdicht ist – sie verlieren ihren Auftrieb.

Mehr über International Bird Rescue

4) Die Küste von Cornwall nach Stürmen auf See

Foto: Surfers Against Sewage

Die Crew von Surfers Against Sewage feiert ihren 25. Geburtstag in diesem Jahr. Sie haben sich nicht nur zum Ziel gesetzt, Abfälle aus dem Meer auf britischen Stränden bis zum Jahr 2020 um 50 Prozent zu reduzieren, sondern besonders auch an der Quelle für ein Umdenken zu sorgen. Durch Kampagnen wie etwa gegen die Angewohnheit, immer und für alles Plastiktüten zu verwenden, soll ein erhöhtes Bewusstsein für die Umwelt angeregt werden.

Mehr über Surfers Against Sewage

 

5) Die Ölpest vor der Küste von Santa Barbara

Foto: Joshua Shelly

Die Ölpest in Santa Barbara im Jahre 1969 war einer der Auslöser für die ursprüngliche Öko-Bewegung in den frühen 1970er Jahren. In diesem Jahr gab es eine weitere große Ölkatastrophe an diesem atemberaubenden und surfverrückten Abschnitt der kalifornischen Küste. Surfrider organisierte Proteste gegen die Offshore-Bohrungen und kämpft weiter für saubere Energie in den Haushalten. Die Organisation erinnerte auch daran, dass nicht sichtbare Lecks in den Pipelines 880.000 Gallonen (1 Gallone = 3,79 Liter) Öl ins Meer pumpen – natürlich ausschließlich für die USA gerechnet. 

Mehr über Surfrider

6) Müll im Meer vor Nusa Lembongan nahe Bali

Foto: Nick Pumphrey/Take 3

Nick Pumphrey schoss diese Aufnahmen im Dezember des letzten Jahres vor der Insel Nusa Lembongan, die in der Nähe des Ferienparadieses Bali liegt. Er war dorthin gefahren, um Mantarochen zu fotografieren und berichtete gegenüber Take 3:

Wir fuhren zu einer kleinen Bucht, wo bereits ein paar Boote mit Tauchern lagen, die hofften, die Mantas ebenfalls zu sehen.Vom Boot aus konnte man die Verschmutzung nicht entdecken…. Als ich erstmals untertauchte, sah ich dann das ganze Ausmaß. Der Anblick war schockierend und eine ziemlich unwillkommene Überraschung. Es gab dort so eine unglaubliche Menge Müll, dass ich mich gezwungen fühlte, mit der Kamera sowohl die Müllsituation festzuhalten als auch später die Mantarochen.”

Mehr über Take 3

7) Öl-Filter in Seattle

Foto: Chris Jordan

Chris Jordan fotografierte diese Ölfilter in Seattle im Jahr 2005 als Teil einer Serie mit dem Titel “Intolerable Beauty: Portraits of American Mass Consumption”:

Ausflüge in der Umgebung von Industriehäfen unseres Landes führten vor Augen, wo der angesammelte Nachlass unseres Verbrauchs endet – sichtbar, wie die erodierten Schichten im Grand Canyon. Es sieht aus wie Hinweise auf eine Zeitlupen- Apokalypse, die seit der Industrialisierung stetig im Gange ist.”

Mehr über Chris Jordan

8) Strand bei Oldshoremore in Schottland

Foto: Tim Nunn

Der Surf- und Adventure-Fotograf Tim Nunn hat zwei Jahre lang an The Plastic Project gearbeitet – eine fotografische Reise über Meeresverschmutzung im Nordatlantik:“Du verstehst erst, dass auch dich dieses Problem unmittelbar als Auslöser betrifft, wenn eine McDonalds-Verpackung auf einem Strand an der wilden Küste Islands vor dir liegt”

Mehr über The Plastic Project

 

9) Vom Öl verseuchter Krebs im Golf von Mexiko

Foto: iStock/flukesamed

Das Öl-Desaster von BP verursachte Missbildungen bei vielen Meeresbewohnern: Krabben ohne Scheren, mit Löchern im Panzer, Fische ohne Augen und Shrimps mit Tumoren auf ihren Köpfen.

10) Trash Barrel vor der indonesischen Insel Java

Foto: Zak/Noyle

Dieses unglaublich aussagekräftige Bild von Surf-Fotograf Zak Noyle vom Local Surf Champion Dede Suryana verdeutlicht erneut das schlimme Müllproblem von Indonesien.

Noyle gegenüber Grind TV:

“Ich liebe einfach den Ozean. So ein Anblick wie dort stimmt mich extrem traurig. Man fühlt sich in einer solchen Situation absolut machtlos, umzingelt von Unmengen Müll. Dafür kann man kein Land allein verantwortlich machen – wir sind es alle.”

Mehr über Zak Noyle

 

11) Strandmüll auf Laysan Island, Hawaii

Foto: Susan White/USFWS

Bret Wolfe, Koordinator für das National Wildlife Refuge System auf Hawaii sagt: Es ist ist eine schreckliche Ironie, dass die von uns weggeworfenen Kunststoffe bis in die entlegensten und ökologisch sensiblen Orte auf der Erde gespült werden. Und wenn etwas aus Kunststoff besteht, es ist für immer da. Plastik bleibt für immer, es zersetzt sich nur in kleinere Teilchen.”

Mehr über US Fish & Wildlife Service

12) Vermüllter Spot in England

Foto: SAS

Surfers Against Sewage veranstaltet Beach Cleans über das ganze Jahr an der britischen Küste. 2014 sammelten sie 60 Tonnen Müll.

Mehr über Surfers Against Sewage

 

13) Müll-Sumpf vor Java

Foto: Zak Noyle/Aframe

Das Boot von Zak Noyle war umringt von diesem Sumpf aus Müll. “Dort fanden sich Fußbälle und vor allem hunderte Nudelpakete mit Nasi Goreng”  berichtete Noyle gegenüber The Australian.

Das Foto stammt aus der gleichen Serie wie bei Nummer 10.

Mehr über Zak Noyle

14) Ölteppich vor Kalifornien

Foto: Surfrider

Surfrider berichtet, dass sich die Ölpest von Santa Barbara viel weiter verbreitet hat als ursprünglich erwartet. Mit Ventura, Santa Monica und Venice Beach waren mehrere der beliebtesten Surfstrände des Bundesstaats später ebenfalls betroffen.

Mehr über die Surfrider Foundation

 

Dieser großartige Kurzfilm vom National Geographic zeigt, wie Plastik die Meeresbewohner betrifft und später in uns landet…

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