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Street Food | Bangkok plant Verbot von weltberühmten Garküchen

Bis 2018 sollen die beliebten Straßenküchen ausnahmslos verschwinden, auch von der bekannten Khao San Road

In vielen asiatischen Städten zählen die vielfältigen Garküchen zu den Attraktionen und erfreuen sich seit Jahrzehnten großer Beliebtheit, sowohl unter den Einheimischen als auch bei Touristen. Besonderen Kultstatus genießen sie im Kreise der Backpacker, die mit schmalem Budget das reichhaltige Angebot zu schätzen wissen.

Thailands Hauptstadt Bangkok hat jedoch Pläne vorgestellt, bis Ende des Jahres alle illegalen Straßenküchen rigoros zu verbannen. Laut Begründung der Stadtverwaltung soll durch die drastische Maßnahme auf den Gehwegen mehr Platz für Fußgänger geschaffen werden.

In den offenen Küchen am Straßenrand oder auch auf Booten werden die landestypischen Spezialitäten von den frühen Morgenstunden bis spät in die Nacht zubereitet und sind aus dem Straßenbild der Weltmetropole eigentlich nicht wegzudenken.

Die unzähligen Garküchen sind aus dem Stadtbild nicht wegzudenken – Foto: iStock

Noch vor vier Wochen war Bangkok vom Fernsehsender CNN bereits zum zweiten Mal in Folge zur Stadt mit der weltweit besten Straßenküche gekürt worden und hatte sich in dem Ranking gegen 23 internationale Konkurrenten und Hochkaräter wie Tokio, Honolulu, Hongkong oder Marrakesch durchgesetzt.

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In dem Artikel wird betont, es sei “unmöglich, die Köstlichkeiten des Street Foods in Bangkok auszulassen, wo die Verkäufer am Gehweg in den verschiedenen Teilen der Stadt mit einer festen Rotation der Stellplätze ihre Gerichte anbieten.”

Das pulsierende Nachtleben in Thailands Hauptstadt – Foto: iStock

Die Besitzer versorgten Leute auf der Suche nach einem Frühstück mit süßer Sojamilch und Tofu, andere hätten duftenden Reis und pochiertes Hühnchen zum Mittagessen auf der Speisekarte. Die Late-Night-Kundschaft erwarte “alles von Phad Thai Nudeln bis hin zu gegrilltem Satay”.

Besonders aus Chinatown im exotischen Stadtteil Yaowarat und von der Khao San Road sind die kleinen Essensstände nicht wegzudenken und machen viel vom Charme der Straßenzüge aus. Doch trotz der internationelen Anerkennung und Wertschätzung sollen “Anbieter von Street Food aus Bangkok bis zum Ende des Jahres im Interesse der Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung verschwinden, um die Stadt schöner zu gestalten”, erklärte die Bangkok Metropolitan Administration (BMA).

Garküchen werden ab sofort nur noch mit Standgenehmigung auf den offiziellen Märkten erlaubt sein. Zu den Straßen, aus denen die Schnellküchen möglichst rasch verschwinden sollen, zählt eben jene Khao San Road, die Backpackern in der Hauptstadt oft als erste Anlaufstelle nach der Ankunft am Flughafen dient und seit langer Zeit eine große Anziehungskraft auf Reisende hat.

Wanlop Suwandee, Berater von Bangkoks Gouverneur, verkündete am Montag, dass die international geschätzten Zonen um Yaowarat und Khao San Road das nächste Ziel seien, nachdem die Bürgersteige in Gebieten wie Siam Square, Pratunam und dem Flohmarkt unter der Phra Phuttayotfa Bridge bereits geräumt wurden.

“Die BMA arbeitet momentan daran, die Verkäufer in allen 50 Stadtbezirken Bangkoks loszuwerden, um die Gehwege wieder für Fußgänger zugänglich zu machen. Yaowarat und Khao San Road stehen als gerade ganz oben auf unserer Liste, um illegale Verkäufer ohne Ausnahme zu verbannen,” sagte Suwandee.

Er freue sich zwar über die Auszeichnung von CNN, aber die Prioritäten seien klar, dass die Metropole mit 8,5 Millionen Einwohnern sauberer und sicherer werde und die Fußgänger mehr Platz bekämen. “Die Straßenverkäufer nehmen die Gehsteige schon zu lange in Beschlag und wir bieten ihnen mit dem Markt bereits Raum, um Lebensmittel und andere Produkte legal zu verkaufen, so dass es während dieser Operation keine Ausnahmeregelungen geben wird. Jeder Straßenhändler muss verschwinden”, stellte Suwandee klar.

Der Präsident des Khao San Wirtschaftsrates, Piyabutr Jiuramonaikul, kündigte indes an, die Entscheidung nicht einfach so hinnehmen zu wollen, sondern im Austausch mit den Behörden möglichst nach einer zufriedenstellenden Lösung für beide Parteien zu suchen. “Es gibt mehr als 200 Garküchen auf der Khao San Road, die unseren Bezirk unvergleichlich machen und Touristen von überall auf der Welt anlocken”, kommentierte Piyabutr die Entscheidung.

Mit der Verbannung der Garküchen und dessen weltberühmtem Street Food geht Bangkok eindeutig eine Facette seines Charmes verloren.

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