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Surf Basics Guide | Welchen Wetsuit man passend zur Wassertemperatur kauft

Suchst du noch einen Neoprenanzug? Hier erfährst du, welcher Wetsuit für dich am besten geeignet ist

Von Billy Wilson

Möchtest du in diesem Jahr an der Küste zum ersten Mal surfen? Du bist dir nicht sicher, welchen Wetsuit du kaufen sollst? Fragst du dich, welche Dicke richtig für dich ist oder ob du Booties tragen sollst? Reichen vielleicht sogar nur Boardshorts an dem entsprechenden Surfspot?

Hier findest du einen allgemeinen Wetsuit Guide bezüglich der verschiedenen Temperaturen, er versorgt dich mit nützlichen Tipps, wieviel Neopren für die jeweiligen Bedingungen benötigt werden. Die Temperaturen beziehen sich dabei wohlgemerkt auf das Wasser und nicht auf die Lufttemperatur. Trotzdem solltest du im Hinterkopf behalten, dass die gefühlte Lufttemperatur, besonders bei Wind, eine entscheidende Rolle spielen kann.

Andere Faktoren, wie die tatsächlichen Surftage, allgemeine Tagesbedingungen, ganzjährig oder saisonal, Schwankungen der Wassertemperatur und natürlich dein persönliches Kälteempfinden sollten zusätzlich berücksichtigt werden. Einigen Surfern ist die Wärme am Wichtigsten, andere wiederum bevorzugen einen dünneren Neoprenanzug für eine bessere Beweglichkeit oder tragen keinen Wetsuit, um die Freiheit beim Surfen besser genießen zu können.

Wetsuits

Allgemein:

  • 18-23 °C: Kurzärmliger und/oder kurzbeiniger Wetsuit
  • 16-21 °C: 3mm Wetsuit (3/2 Fullsuit)
  • 11-17 °C: 4mm Wetsuit (4/3 Fullsuit)
  •  6-15 °C: 5mm Wetsuit (5/4 oder 5/4/3 Fullsuit)
  •  8 °C oder darunter: 6mm Wetsuit (6/5/4, 6/5 oder 6/4 Fullsuit)

Wie du sehen kannst, überschneidet sich das Ganze in der Übersicht um ein oder zwei Grad. Du wirst mit Sicherheit glücklich sein, einen 4/3 Wetsuit zu haben. Jedoch wird es Zeiten geben, in denen man mit einem 3/2 Wetsuit frieren wird oder ein 5/4 Wetsuit zu heiß wird. Deshalb muss das persönliche Kälteempfinden beim Kauf eines Wetsuits unbedingt berücksichtigt werden.

O’Neill’s Psychotech F.U.S.E. 5/4mm Wetsuit

In Cornwall, wo die Temperaturen nicht über 9 Grad steigen oder in Wales und Irland, wo die Temperaturen sogar kaum über 8 Grad kommen, werden die meisten Surfer zu einem 5mm dicken Wetsuit tendieren. Auch zwischen Januar und April wird eine solche Dicke angenehm sein, weil das Wasser dann am kältesten ist. Surfer in Schottland oder an der Ost- und Südküste Englands sollten für den Winter die Anschaffung eines 6mm Wetsuit überlegen. Ein 4mm Wetsuit sollte für den Südwesten Frankreichs und Nordspanien ausreichen. Einige jedoch bevorzugen einen 5/4 oder 5/4/3. In Portugal wird man keinen dickeren Wetsuit als einen 4/3 Wetsuit benötigen.

In England und Wales heizt sich das Wasser im Sommer auf ungefähr 17 oder 18 Grad auf. In Schottland beträgt die Wassertemperatur ungefähr 14 Grad.

Narval’s “Malnacido” kurzer Wetsuit ist 2mm dick und ideal für eine sommerliche Session in UK.

In Portugal liegt die Wassertemperatur im Sommer zwischen 16 und 23 Grad. Südwestfrankreich und Nordspanien kann der Höhepunkt der Wassertemperatur bei 22 und 23 Grad liegen.

Booties, Handschuhe, Hoodie

Falls du den Plan hast, während der Wintermonate in Großbritannien zu surfen, brauchst du auf jeden Fall Booties und wahrscheinlich auch Handschuhe und einen Hoodie – je nachdem wie empfindlich du in diesen Regionen auf Kälte reagierst. Booties sind die wichtigste Anschaffung und werden oft einem Hoodie und Handschuhen vorgezogen. Andere Surfer jedoch tragen Booties und Handschuhe, aber keinen Hoodie. Und komische Surfer tragen einen Hoodie, aber keine Booties oder Handschuhe. Und Idioten tragen Handschuhe, aber keine Booties.

Xcel’s Drylock Booties gibt es in einer Stärke von 7mm.

Es gibt große Unterschiede von Person zu Person. Generell kann man aber sagen, dass Booties bei Temperaturen von 12-13 Grad und darunter sinnvoll werden. Handschuhe und Hoodies kommen bei 9-10 Grad und darunter ins Spiel. Somit tragen die meisten Surfer im November und Dezember Booties, auch ein Hoodie wird häufig getragen. Von Januar bis April werden möglicherweise Handschuhe benötigt. Es soll auch Surfer geben, die bei diesen Temperaturen nichts brauchen. Denk daran, je mehr Duck Dives du machen musst, desto angenehmer wird das Tragen eines Hoodies. In Schottland und an der Ostküste von England sind Mützen und Handschuhe wichtige Accessoires im Winter und gehören bereits Anfang Dezember zur Standardausrüstung.

In Südwesten Frankreichs und Nordspanien tragen fast alle Booties im Winter und manche tragen auch Hoodies. Die große Mehrheit finden Handschuhe jedoch überflüssig.

Booties und Handschuhe sind in verschiedenen Stärken erhältlich. In Frankreich werden dir wahrscheinlich Booties in einer Stärke von 3mm im Winter ausreichen, aber in Schottland kann man getrost in 6 oder 7mm dicke Booties zu investieren. 5mm Dicke ist die gängigste Stärke und reicht völlig für Cornwall, Devon, Wales und Irland aus.

Boardshorts, Bikinis, Wetsuit Tops

Wenn die Wassertemperatur über 20 Grad steigt, kann man – – je nach Kälteempfinden – in Boardshorts oder Bikini surfen.

Das Billabong Foil langärmliges Wetsuit Top. Es besteht aus einer 1mm und 0,5mm Schicht.

Auch bei einer Wassertemperatur von 20 oder 22 Grad kann das Surfen nach einer Stunde unangenehm kalt werden. Besonders, wenn die Sonne nicht scheint oder ein kalter Wind weht. Daher ist es ratsam, einen Shorty zu tragen, damit man nicht nach einiger Zeit frierend aus dem Wasser muss. Alternativ kann man auch ein Wetsuit Top oder eine thermale Weste in einer Stärke von 1 oder 2mm tragen. Diese spenden extra Wärme und halten kalten Wind ab. Auch bei einer Wassertemperatur von 25/26 Grad wird ein Top sinnvoll. Zusätzlich bringen Tops einen großen Vorteil bei scharfen Korallenriffen, wie zum Bespiel in Indonesien. Jedoch sollten diese Tops nicht dicker als einen Millimeter sein, da es sonst zu heiß wird. Viele Mädels tragen Neoprenhöschen und kombinieren diese mit einem Bikini-Top, einer Weste oder einem T-Shirt.

Billagongs “Sea Legs” für Girls sind in 1 oder 2mm Neopren erhältlich.

Boardshorts und Bikinis können nur im heißen Sommer in UK getragen werden. Aber mit einem guten Wetsuit Top am heißesten Tag im Jahr kann sich eine Surfsession um ein oder zwei Stunden verlängern.

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