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Motocross

TechniX – Waschgang | MOTOX

Von Michael Dendl

Motocross im Herbst und Frühjahr wird oft zu einer schmutzigen Angelegenheit. Umso wichtiger ist es, euer Bike stets in Schuss zu halten und es nach dem Einsatz im Dreck richtig zu reinigen. Wer nicht weiß, wo man mit dem Putzen anfängt und wo man aufhört, kann sich hier bei uns ein paar Tipps holen.

Diese Waschutensilien sind unabkömmlich…

Jetzt geht’s ran an den Speck:

 

Die Vorbereitung:

Bevor ihr mit dem Hochdruckreini­ger an euer Motorrad geht, sind erst einmal ein paar Vor­bereitungen zu treffen. Dazu gehört das An­bri­n­gen eines wasserdichten Luftfilterdeckels. Hierzu nehmt ihr die Sitzbank oder wie hier bei KTM den Sei­tende­ckel ab und tauscht den Luftfilter gegen den Deckel aus. Zur Sicherheit ist es sinnvoll, zusätz­liches Putz­papier unter den Deckel in den Ansaug­trakt zu stecken, das eventuell eindringende Wassertropfen aufnimmt.

Als Alternative könnt ihr einen Plastikbeutel benutzen, den ihr über den Luftfilter stülpt. Effekti­ver ist in jedem Fall der Deckel, da ihr beim Ein­satz des Plastikbeutels in der Regel Gefahr lauft, dass der Filter trotzdem nass wird und ihr anschließend aufgrund der eingedrungenen Nässe ei­nen neuen verbauen müsst, auch wenn der Filter ei­gent­lich sauber ist. Jetzt verschließt ihr noch die Öffnung des Endschall­dämpfers mit einem passen­den Aus­puffstopfen, um auch hier das Eindringen von Wasser zu verhindern. Achtung: Die Sitzbank soll­tet ihr in der Regel von Hand waschen, um ein frühzeitiges Aufweichen des Sitzbankschaums zu verhindern.

2. Wasser marsch:

Wenn die Öffnungen wasserdicht verschlossen sind, könnt ihr mit dem Hoch­druckreiniger anfangen. Verwendet hierbei stets kaltes Wasser. Mit warmem Wasser verkürzt ihr unter Umständen die Lebensdauer diverser Lager, weil warmes Wasser leichter in sie eindringt und die Lager dadurch unter Umständen langfristig schädigt. Strahlt das Bike grob ab, so dass alles richtig einweichen kann. Wenn der grobe Schmutz entfernt und alles eingeweicht ist, lässt sich der restliche Schmutz nun leichter entfernen. Die Einweichmethode ist besonders in Clean-Parks zu empfehlen, da man so den einen oder anderen Euro sparen kann.

3. Gründlich reinigen:

Wenn ihr das Bike sehr gründlich reinigen wollt, zum Beispiel für Wartungsar­beiten am Motor, empfiehlt es sich, einige Plastikteile wie Tank, Kühlerschutz oder Fronttafel abzuschrauben, um alle Stellen zu erreichen. Vor dem Ab­neh­men des Tanks ist der Benzinschlauch vorsichtig zu entfernen und mit einer passenden Schraube oder einem ähnlichen Gegenstand vor eindringendem Wasser zu verschließen. Bei den Einspritzmodellen findet man häufig ei­nen Schnappverschluss, der das Entfernen des Benzinschlauchs erleichtert und die Öffnung gleichzeitig verschließt. Die abmontierten Teile könnt ihr ent­weder per Hand waschen oder mit dem Hochdruckreiniger.

4. Restlos sauber:

Vergesst nicht, das Bike auf beide Seiten zu legen, da sich auf der Unterseite auch noch ­Schmutz be­­­fin­det, den man kaum wegbekommt, wenn es auf dem Ständer steht. Wenn kein grober Dreck mehr am Motorrad hängt, ist es sinnvoll, einen Motorrad­rei­ni­ger einzusetzen, um hartnäckige Verschmutzungen zu lösen. Sprüht den Reiniger gleichmäßig ein und lasst ihn ein bis zwei Minuten einwirken. Bei sehr hart­näckigem Schmutz macht es Sinn, eine Bürste oder einen Schwamm zur Hilfe zu nehmen. In enge Ecken kommt man mit einer Zahnbürste.

5. Kaltes, klares Wasser:

Wenn das Bike nun mit dem Reiniger geschrubbt ist, spült ihr alles mit klarem und kaltem Wasser gründlich ab. Grundsätzlich solltet ihr den Hochdruckstrahl 10 bis 20 Zentimeter vom Motorrad entfernt halten, um Beschädigungen zu vermei­den. Bei elektrischen Teilen und Steckern ist be­sondere Vorsicht geboten.

6. Druckluft:

Wir empfehlen, nach der Wäsche das ganze Motorrad mit Druckluft abzublasen, um letzte Was­ser­­reste aus allen Teilen zu bekommen und um häss­li­­che Wasserflecken zu vermeiden. Besonderes Augen­merk sollte hierbei auf bewegliche Teile wie Fuß­rasten, das Umlenkungssystem, die Kupplungsbe­tätigung, Kette oder Bremsen und Bremsscheiben ge­legt werden.

7. Wer gut schmiert…:

Ist das Motorrad trocken, kommt nun noch etwas Schmier­mittel zum Einsatz: Kettenfett für die Kette, Silikonspray für die Plastikverkleidung, Allzweckspray für die beweglichen Teile, die im vorange­gan­genen Punkt genannt wurden. Die Brem­sen werden natürlich nicht mit Allzweckspray behandelt, son­dern mit Bremsenreiniger gesäubert. Anschließend ver­baut ihr einen sauberen Luftfilter, nehmt den Stop­fen aus dem Auspuff und komplettiert das Bike.

8. Fertig:

Zum Schluss checkt einfach noch einmal die wich­tigs­ten Teile durch, um direkt wieder einsatzfähig zu sein. Hierzu gehören der Speichen-Check, die Kühl­wasserkontrolle, Öl-Check anhand des Schau­glases und die Tankfüllmenge. Die Kontrolle sämtlicher Schrauben auf festen Sitz schadet ebenfalls nicht. Ist alles in Ordnung, seid ihr wieder startklar für eure nächste Fahrt.

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