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Travelguide Neapel | Tipps für einen Kurztrip

Von Neapel über Capri bis hin zur Amalfiküste - wir haben einige Tipps für deinen bevorstehenden Kurztrip nach Kampanien

Bella Italia! Das kann zu Recht von Italien behauptet werden. Denn Italien hat mehr zu bieten als nur Pizza, Pasta, Gelato und überlaufene Strände. Kunst- und Kulturgüter, malerische Landschaften und sonniges Wetter sind nur einige Beispiele, die es nahezu in jeder Region Italiens zu finden gibt. Unsere Reise bewegt sich dieses Mal nach Kampanien – genauer genommen nach Neapel und Sorrento. Neapel liegt an der tyrrhenischen Küste und ist mit rund 4,4 Millionen Einwohnern einer der bevölkerungsreichsten Städte Italiens. Die atemberaubende Landschaft, das historische und kulturelle Erbe wie auch die liebevolle Küche machen Kampanien zu einem Anziehungspunkt der ganzen Welt. Auch das Meer lockt mit seinen intensiven Farben, Badebuchten und Steilküsten zum Staunen und Baden an. Zudem sind die Inseln des Archipels von Neapel wie Capri, Ischia, Procida nicht weit entfernt und betonen durch ihren individuellen Charme die künstlerische und natürliche Schönheit dieser Region. Jedoch darf der gefährlichste Vulkan der Welt nicht vergessen werden: der Vesuv. Unheimlich und rätselhaft, bewundert wegen seiner Pracht und gefürchtet wegen seiner Urgewalt – der Vesuv ist ein aktiver und unberechenbarer Vulkan. Der letzte Ausbruch war übrigens 1944.

Falls ihr einen Kurztrip nach Neapel & Sorrent in nächster Zeit plant, dann haben wir einige Tipps für euren bevorstehenden Trip.

Capri ist mit seinen vielseitigen Facetten einer der schönsten Inseln Europas. Foto: Martina Zollner

Neapel

Die Altstadt Neapels ist ein einziges Chaos aus Gassen und Menschen. Hier den Durchblick zu bewahren ist nicht leicht. Aber keine Angst: je tiefer man in das Geschehen Neapels eintaucht, desto mehr kann man den Lifestyle der Neopolitaner nachempfinden. Leben und Genießen steht hier an der Tagesordnung, was viele Europäer längst verlernt haben.

Im Folgenden sind ein paar Tipps aufgelistet, die man in Neapel bzw. außerhalb Neapels treiben kann:

Underground-Tour in Neapel (Napoli Sotterranea)

Die geheimnisvolle Unterwelt sollte auf jeden Fall auf der To-do-Liste stehen. Diese Tour gibt Einblick in die jahrtausendalte Geschichte von Neapel und wird den Blick auf die Stadt ändern. Unter der Kirche und dem ehemaligen Kloster San Lorenzo Maggiore befinden sich Überreste aus der griechisch-römischen Vergangenheit der Stadt. Vierzig Meter unter der Erde und Pfade, die nicht breiter als ca. 50 cm sind, wurden früher für die unterschiedlichsten Zwecke genutzt. Und man glaubt es kaum, unter Neapel wird sogar Basilikum angebaut, den man in der zugehörigen Pizzeria verspeisen kann.

(Wo? Via die Tribunali 316, Mo-Sa 9:30-17:30, So 9:30-13:30)

Eingang zur Napoli Sotterranea Foto: Martina Zollner
Basilikumplantage im Untergrund von Neapel. Foto: Martina Zollner

Shoppen in der Via Toledo

Ob Kunsthandwerk, Mode oder Leckereien – in Neapel gibt es alles, was das Herz begehrt. In der Altstadt gibt es hauptsächlich Kunsthandwerker und Buchhändler und in der Fußgängerzone sind bekannte wie auch unbekannte Modeboutiquen und Schuhgeschäfte zu finden. Die Via Toledo ist eine der längsten Einkaufsstraßen Neapels, in der man nahezu alles findet. Einen Abstecher sollte man auch in die Einkaufspassage Galleria Umberto I machen, die alleine schon wegen der beeindruckenden neoklassischen Architektur sehenswert ist.

Von der Straße Via Tribunale bis Spaccanapoli findet man die berühmteste Straße Via San Gregorio Armeno von Neapel. Diese ist auch bekannt als die Straße der Krippenbauer. Hier reiht sich ein Kunsthandwerker nach dem anderen. In den Seitenstraßen findet man hier auch Feinkostläden mit köstlichem Limoncello und Pasta, Musikläden und vieles mehr.

Die Einkaufspassage Galleria Umberto I beeindruckt mit ihrer prachtvollen Glaskuppel. Foto: Martina Zollner
Die Straße Via Toledo ist die längste Einkaufsstraße in Neapel. Foto: Martina Zollner
Die Seitenstraßen von der Via Toledo sollten nicht unbeachtet bleiben. Foto: Martina Zollner

Shanti Art Musik Bar (4RT MU5IK 34R)

Die Shanti Art Musik Bar in Neapel gleicht eher einer spirituellen indischen Bar als einer typischen italienischen Bar. Jedoch sollte man hier unbedingt vorbeischauen. Die einmalige Atmosphäre aus bunten Lichtern, chilliger Musik und vielen leckeren Cocktails versetzt einen sofort in eine Wohlfühllaune. Dazu gibt es farbiges Ambiente und freundliches Personal. Wer den Rummel von Neapel entfliehen will, ist hier genau richtig.
(Via G. Paladino, 56/57 80138 Neapel)
Homepage Shanti
Facebook Shanti

Bunte Lichter und leckere Cocktails in der Shanti Art Musik Bar bringen sofort gute Laune. Foto: Martina Zollner

Sorbillo Pizzeria

Wo es die beste Pizza in Neapel gibt, ist bis heute umstritten. Fakt ist, man bekommt dort fast überall gute Pizza. Zuerst haben wir die bekannteste Pizzeria in Neapel aufgesucht und wurden dort erst mal von der hungrigen Menschenmasse überrumpelt. Zum Glück gibt es gleich drei Pizzerien in der Altstadt mit dem Namen „Sorbillo“. Mitten in der Altstadt, Tür an Tür findet man in der Via dei Tribunali 32, 35 und 38 die beliebteste Pizza der Stadt gleich drei Mal. So gingen wir einfach ein paar Häuser weiter und fanden eines der weniger überfüllten Sorbillos. Wir waren allerdings unter der Woche dort. Am Wochenende kann es auch dort sehr eng werden und die Wartezeit umso länger. Vor der Türe werden dann die Namen auf eine Liste per Hand aufgeschrieben und nach und nach aufgerufen. Aber das Warten lohnt sich!
(Via die Tribunali 32, 35 und 38, 80138 Napoli)

Moonalè Cafè:

In Neapel gibt es unzählige gute Cafès. Cappuccino und dazu ein süßes Gebäck oder ein herzhaftes Sandwich schmeckt überall sehr gut. Die Preise variieren, aber für einen Cappuccino zahlt man normalerweise nicht mehr als zwei Euro. In einer Seitenstraße haben wir das süße kleine Moonalè Cafè gefunden. Der wohl beste Platz in diesem Café ist auf dem Mini-Balkon. Ideal für ein romantisches Frühstück! Sehr freundliches Personal und guter Toraldo Kaffee.
(Via Tarsia, 4 80135 Napoli, Tel. 081-19361803)

Süßes kleines Café in Neapel lädt zum Verweilen und Entspannen ein. Foto: Martina Zollner

Insel Procida

Die Insel Procida ist die kleinste und ursprünglichste Insel im Golf von Neapel und definitiv auch die ruhigste von allen. Den natürlichen Charme konnte Procida bis heute bewahren, denn die meisten Touristen zieht es mehr auf die benachbarten Inseln Capri und Ischia. Zahlreiche Zitronen- und Orangenbäume schmücken farbenfroh die Insel und verströmen einen zarten Duft durch die malerischen Gassen. Träumerische Spaziergänge laden die Seele zum Entspannen ein. Am besten mietet man sich ein Fahrrad (wer ist entspannter will, kann sich auch ein Elektrobike mieten), mit dem man innerhalb einiger Stunden die Insel umrunden kann. Auf jeden Fall sollte man einen Abstecher zum farbenfrohen Fischerdörfchen Marina Corricella machen. Bunte Häuser und verschachtelte Terassen sorgen für eine warme und liebevolle Atmosphäre.
Zeitpläne für die Fähre gibt’s hier: http://www.caremar.it/index.php/de/zeitplane

Die Gassen von Procida lassen sich problemlos mit einem Fahrrad erkunden. Foto: Martina Zollner
Schon bei Ankunft am Hafen von Procida sorgen die bunten Häuserfassaden für heitere Stimmung. Foto: Martina Zollner

Amalfiküste

Am Golf von Salerno liegt eine der traumhaftesten Küsten Europas. Die Costiera Amalfitana verfügt über eine einzigartige Landschaft aus farbenprächtiger Vegetation und türkisblauem Meer. Malerische Orte wie Positano, Amalfi und Ravello laden zum Bummeln ein und verfügen über einen zauberhaften Charme. Die Amalfitana verläuft direkt an der Küste mit vielen Kurven und engen Passagen. Zur Hauptsaison allerdings nicht empfehlenswert, da die Straße schnell überfüllt und Staus vorprogrammiert sind. Jedoch sollte man einmal im Leben die Amalfitana entlang fahren und diesen herrlichen Blick genießen.

Postkartenidylle auf Positano. Foto: Martina Zollner

Sorrent

Die Stadt Sorrent liegt am Golf von Neapel und befindet sich über einem Tuff-Felsen über dem Meer. Die Sonnenuntergänge sowie Orangen- und Zitronengärten ziehen Besucher aus aller Welt wie magisch an. Viele Schriftsteller und Maler haben diesen Ort in ihrer Kunst verewigt. Kein Wunder, denn versteckte Buchten, wilde Felsen und einsame Strände kann zu Recht als Perle der Region Kampaniens genannt werden. Natürlich findet man dort überall den erfrischenden „Limoncello di Sorrento“ – einen Zitronen-Likör, den man unbedingt mal probieren sollte. Von Sorrent aus kann man entspannt nach Capri mit der Fähre fahren.

Ausblick auf Sorrent Foto: Martina Zollner

Wanderung –  Capo die Sorrento – Bagni della Regina Giovanna

Eine Wanderung zur Bucht der Königin Giovanna ist einen Ausflug wert. Denn dort laden ein smaragdgrüner Naturpool und das türkisfarbene Meer zum Verweilen und Baden ein. Die Bucht trägt den Namen der Königin d’Anjou, die im Jahre 1300 zum Baden herkam. Die Sorrentiner behaupten, dass die Königin mit ihren Liebhabern dorthin kam und einige starben, damit das Geheimnis nicht verraten wird. Zudem kann man hier die Ruinen einer antiken römischen Bucht ansehen. Eine kleine und schöne Wanderung, wenn man schnell an eine schöne Bucht zum Baden oder Entspannen möchte.

Auf den Spuren der Römer am Capo di Sorrento. Foto: Martina Zollner
Felsenpool direkt im Meer. Foto: Martina Zollner

Capri

Capri ist eine Insel für alle Sinne und gehört zu den traumhaftesten Inseln Europas. Capri befindet sich im Golf von Neapel und ist bequem per Fähre von Sorrent erreichbar. Die Blaue Grotte lockt mit ihrem Licht die Besucher jährlich in Scharen an. Nicht nur das Dorf Capri selbst sondern auch das Bergdörfchen Anacapri lohnt einen Ausflug. Entweder mit der Seilbahn, Bus oder Moped lässt sich die Insel umrunden. Die Insel Capri ist zu jeder Jahreszeit ein besonderer Zauber. Ein paar Tage sollte man schon bleiben, um die abendliche Idylle und den viel besungenen Sonnenuntergang sowie die Faraglioni (kegel- bis nadelförmige Felsformationen) im Mondschein zu genießen.

Den Charme von Capri sollte man sich nicht entgehen lassen. Foto: Martina Zollner

Unterkunft in Neapel:

M99 Design Rooms:
Die M99 Design Rooms liegen äußerst zentral in der Altstadt und zu Fuß kann binnen kurzer Zeit vieles erreicht werden. Die fünf Zimmer wurden liebevoll und stilvoll von der sympathischen Besitzerin Guilia dekoriert. Von Hipster, Pop-Art, Urban, Industrial und Vintage hat jedes Zimmer sein eigenes Flair. Alle Zimmer verfügen über ein eigenes Bad und Toilette. In der gemütlichen Wohnküche lassen sich Frühstück und warme Speisen zubereiten. Wer es familär und gemütlich mag, der ist hier bestens aufgehoben!
(Via Mezzocannone, 99, 80134 Napoli, Italien; Telefon: +39 333 728 4205)
http://www.m99.it/

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