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Lifestyle

TV-Produzentin entscheidet sich für neues Leben als Heli Mountain Guide in Alaska

Alexa Hohenberg verkaufte alles und verließ Australien, um Helikopterpilotin zu werden

Alexa Hohenberg scheint das perfekte Leben geführt zu haben: Die 31-Jährige lebte am Strand von Sydney, entwickelte in ihrem Job neue TV-Formate, während sie ihre freie Zeit mit surfen und snowboarden verbrachte.

Dennoch hat Alexa vor Kurzem ihr gesamtes Leben hinter sich gelassen. Sie kündigte ihren Job im sonnigen Australien, um als sogenannter „Helicopter Mountain Guide“ (Heli-Bergführer) im eisigen Alaska zu arbeiten.

„Ich sehnte mich nach einem Job, der mich wirklich glücklich macht. Ich möchte nicht in ein paar Jahren zurückblicken und mir wünschen, etwas Bestimmtes getan zu haben. Ich habe weder Kinder noch eine laufende Hypothek oder einen Freund. Es gab einfach keinen Grund, es nicht zu tun.“

Alexa war schon immer eine passionierte Snowboarderin, seitdem sie im Alter von elf Jahren das erste Mal aufs Board stieg. „Ich war einfach sofort total angefixt.“ Sie flog in jedem australischen Sommer für Monate ins verschneite Les Deux Alpes in Frankreich und hing mit den englischen Pros ab. Als sie dann 18 wurde, kaufte Alexa ein Flugticket nach Whistler in Kanada, um eine Karriere als professionelle Snowboarderin in Angriff zu nehmen.

In ihrer zweiten Saison jedoch musste sie den Traum verletzungsbedingt aufgeben und wurde stattdessen auf die heimische Coach verbannt. „Ich hatte weiterhin mit ein paar Pro Snowboardern Kontakt, die ihre eigenen Video-Edits produzierten. Sie haben kurzerhand das Schnittprogramm Final Cut Pro auf meinem Rechner installiert und zeigten mir, wie man Filmmaterial zusammenschneidet.“

Während Alexa sich von ihrer Verletzung erholte, entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Filmen mit ihrem ersten eigenen Snowboardfilm über weibliche Sportler im Vereinigten Königreich namens Snowballs mit Jenny Jones und Laura Berry. „Ich empfand das Filmemachen als eine großartige Art, um meine Liebe für Snowboarding auszudrücken.“

Nach zwei Knieoperationen und einer kaputten Schulter entschied Alexa final, dass es Zeit war, die Arbeit als Filmemacherin zur obersten Priorität zu erklären.

Sie arbeitete in London an der Nissan Sports Adventure Kampagne, in der sie Videos von der Freeride World Tour und dem UCI Mountain Bike World Cup machte.

„Ich habe es nur drei Jahre ausgehalten, da ich wirklich Probleme mit dem Leben in London hatte. Es ist eine wunderschöne Stadt, aber ich fühlte mich irgendwie gefangen“, erzählt Alexa.

Also nahm sie noch einmal ihr Zeug und reiste nach Neuseeland und Australien, um mehr Zeit auf dem Board zu verbringen. Doch wie schon zuvor forderte ihre Knieverletzung ihren Tribut, sodass sie sich wieder einem 9-to-5-Job zuwenden musste.

Sie begann unter ihrem alten Boss aus London TV-Formate für das australische Fernsehen zu entwickeln – und lebte fortan fünf Jahre in Australien.

„Das Leben in Australien ist großartig. Man lebt am Strand, hat aber noch einen klassischen Job in der Stadt. Im Winter kann ich dort jedes Wochenende snowboarden gehen und bin sogar noch rechtzeitig zurück, um am Montag zur Arbeit zu gehen.“

Es klingt eigentlich wie ein ideales Leben, aber Alexa hat nun ein weiteres Abenteuer auf dem Schirm.

Ihr Plan ist es, all ihren Besitz zu verkaufen und sich als Helikopter-Bergführerin in Utah und Alaska ausbilden zu lassen – das Vorhaben kombiniert sie mit einem weiteren Monat auf dem Snowboard in Japan und einem Roadtrip im Bulli zu sämtlichen großen amerikanischen Ski-Resorts.

„Heliboarding zerstört dein Leben auf die wohl schönste Art und Weise. Sobald du es probiert hast, verliert alles andere an Bedeutung, weil es einfach unfassbar beeindruckend ist.

Das Vergnügen ist jedoch nicht ganz billig. Schließlich braucht man einen Helikopter, der einen immer wieder auf den Gipfel fliegt. Eine Woche Heliboarding kostet in Alaska um die 6000 Diollar – eine ordentliche Hausnummer.

Wie will sie sich also all das leisten können? „Im März 2015 entschied ich mich, konsequent zu sparen und achtete genauer darauf, wofür ich mein Geld ausgab und setzte Prioritäten. Ich verdiente sogar knapp 4000 USD nur durch das Verkaufen von Sachen, die ich nicht mehr brauchte wie Kleidung und eine Menge gebrauchter Snowboards.“

„Ich stellte alles in Relation zu Helikopter-Benzin. Wenn ich mir neue Schuhe kaufen wollte, dachte ich mir, dass es im Vergleich fünf Minuten Treibstoff seien. Ich habe so gesehen das Ausgehen in Bars auch aufgegeben.“

Alexa betreibt auch ihren einen Actionsport-Blog für Frauen, Still Stoked, der sich hauptsächlich um Surfen und Snowboarden dreht.

Alexa will ihr kommendes Abenteuer dokumentieren, um mehr Frauen ins Backcountry zu locken.

„Es gibt definitiv mehr Männer als Frauen im Big Mountain Riding. Noch seltener findet man eine ganze Crew von Frauen in Alaska. Ich weiß nicht, ob es Angst ist, die Frauen davon abhält. Aber ich glaube, mehr Footage rund um Frauen im Backcountry würde einige dazu ermutigen, es selbst mal auszuprobieren.

Auch wenn es mehr nach einem großen Abenteuer klingt, gibt Alexa offen zu, dass sie zögerte, die Entscheidung zu treffen und es tatsächlich durchzuziehen. Das angenehme Leben in Australien für Alaska aufgeben?

„Der einzige Grund, der mich nervös machte, war, dass ich keine gute Figur im Kurs als Helikopterpilotin abgeben könnte. Das sollte aber im Grunde nur noch mehr Motivation sein, es dann doch zu wagen!“

Ich lebe in guten Verhältnissen hier in Australien mit all dem Zeug einer 31-Jährigen – finanzielle Rücklagen, Auto, Waschmaschine… ich verkaufe alles, um wieder aus dem Rucksack zu leben – ganz ohne langfristigen Plan mit Rente und Eigenheim.“

„Ich fühle mich, als würde ich all das anstreben, wovon die Gesellschaft meint, dass man sie nicht tun sollte. Aber gleichzeitig sind es Dinge, die mich wirklich glücklich machen und mich voller Vorfreude morgens aufwachen lassen. Wenn du soviel Leidenschaft für eine Sache empfindest, was kann da schiefgehen?“

Folge Alexas Weg auf Still Stoked, Facebook, Twitter und Instagram!

Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von Alexa Hohenberg, Matt Ward und Tristan FS.

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