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Van Life | Die zehn besten Road-Trips für Surfer

Baskenland, Baja California oder doch lieber die Nordinsel Neuseelands?

Von Alf Alderson

Surfen steht seit langer Zeit als Synonym für Road-Trips und ein Leben im Bulli. Neben einem für viele Traveller unschlagbaren Lebensgefühl zählt diese praktische Form des Reisens zur erschwinglichsten Art, die besten Wellen entlang der Küsten aufzuspüren. Aber wo fängt man an, wenn man noch vor deinem ersten Surftrip stehen sollte?

Gerne schenken wir euch an diesem Punkt etwas Inspiration. Vom klassischen Trip durch Europa bis zu Zielen wie Costa Rica, Australien, Neuseeland und Kalifornien zeigen wir euch zehn Routen, die man als Surfer auf dem Zettel haben sollte.

Credit: iStock/Im Norden von Schottland

1. Nordküste von Schottland

Ein Trip hoch an der Ostküste Schottlands über den Norden und bis auf die Inselkette der Outer Hebrides gehört zu den Cold Water Classics, die man im Camper unternehmen kann. Nach malerischen Stränden und Reef Breaks rund um Banff geht die Tour weiter Richtung Norden nach Skirza, wo man mit gutem Timing einen der besten Point Breaks des Landes surfen kann. Als nächsten Stopp darf man sich Thurso mit dessen Righthander der Kategorie Weltklasse besser nicht entgehen lassen; von hier bietet der nördlichste Teil des Landes einsame, großartige Breaks, ähnlich wie auf den Äußeren Hebriden. Um das Beste rauszuholen, sind lediglich Abenteuerlust und ein guter Wetsuit essentielle Bedingungen.

Credit: iStock/Bundoran

2. Nordwest-Irland

Nach dem Start in der geschäftigen Kleinstadt Sligo heißt die zweite Station meistens Bundoran, wo sich sowohl einfache Beachies als auch herausfordernde Reef Breaks finden lassen. Etwas südlich von Bundoran steht Mullaghmore wohl nur für die härtesten Surfer auf dem Plan (vergesst vor Ort nicht, auch der berühmten Bridge Bar einen Besuch abzustatten). Weiter geht die Fahrt nach Norden ins County Donegal, wo die exponierte Küstenlinie für Entdecker scheinbar endlose Möglichkeiten eröffnet; nachdem die Nordküste ostwärts abzweigt, erreicht man mit Portrush eine äußerst freundliche und betriebsame Surf Community, für die Localism im Wasser ein Fremdwort zu sein scheint.

Credit: iStock/Mundaka

3) Das Baskenland

Der klassische Surftrip in Europa seit den Siebzigern: Von der Gironde-Mündung fährt man gen Süden und wird Zeuge des längsten Strandabschnitts in Europa, der gleichzeitig mit den besten Beach Breaks des Kontinents auf euch wartet. Die Szenerie ändert sich beinahe schlagartig ab dem mondänen Biarritz, wo die Swells auf felsiges Baskenland treffen.

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Buchten und Points mit qualitativ hochwertigen Wellen in der Region um Guéthary stechen als echtes Highlight an der Grenze zu Spanien heraus. Nach dem Sprung über die Grenze stößt man auf die sehenswerten Küstenstädte San Sebastian und Bilbao sowie auf den weltweit bekannten Lefthander in Mundaka. Kein Wunder, dass sich zahllose Surfer in den vergangenen fünfzig Jahren auf diesen Trip begeben haben.

Credit: iStock/Tofino

4) Vancouver Island, British Columbia

Vancouver Island offeriert lediglich ein relativ kleines Gebiet mit zugänglichen Wellen auf dem 40 Kilometer langen Abschnitt zwischen Ucluelet im Süden und Tofino im Norden, der den Swells des Pazifischen Ozeans ausgesetzt ist. Trotzdem ist allein schon die herausragende Tour von Vancouver dorthin eine magische Fahrt durch dichte Wälder und über hohe Bergpässe. Der Mix aus freundlichen Locals, Long Period Swells und einer spektakulär wilden Küstenlinie (sei nicht überrascht, im Sand auf Fährten von Bären, Wölfen und Pumas zu treffen) gestaltet die Reise mehr als lohnenswert.

Credit: iStock/Baja

5) Baja/California/Mexico

Spürt zunächst die kalten, ruhigen Wellen von Nordkalifornien auf, bevor ihr euch über den Pacific Coast Highway auf eine Reise über Tausende Meilen begebt, die erst am Zipfel der Baja endet.

Herbie & Nathan Fletcher | Peninsula South

Unterwegs erlebt man eine atemberaubende Küstenlinie (Big Sur), Wale, Wahnsinn (Venice Beach), California Dreaming (Orange County), Verrücktheit (Tijuana) und im Anschluss staubig-heiße Wüstenstraßen, bevor euch die geteerten Wege in Cabo San Lucas ausgehen. Und falls das immer noch nicht reichen sollte, setzt man einfach über nach Cortez auf das Festland Mexikos…

Credit: iStock/Lennox Head

6) New South Wales/Queensland Australia

Fliegt nach Sydney mit dem weiteren Ziel Brisbane vor Augen, um auf einem Road Trip zwischen den Metropolen die besten Wellen in Oz auszukosten. Die Strände Sydneys mögen zwar überlaufen sein, aber Orte wie Manly, Dee-Why und Newport sind immer noch erste Sahne.

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Die Lage beruhigt sich leicht auf dem weiteren Weg mit einer hohen Dichte an Points, Beachies und Reef Breaks zwischen Newcastle, Point Macquarie und Coffs Harbour, gefolgt von den klassischen NSW Spots wie Angourie, Lennox Head und Byron Bay. Das Wasser wird wärmer ab der Grenze zu Queensland mit weltberühmten Surfspots der Gold Coast und von North Stradbroke Island (Vorsicht, sharky!).

Credit: iStock/Jbay

7) Südafrika

Über 1500km sammelt man auf der Strecke von Kapstadt nach Durban; großartige Wellen säumen den Großteil der Strecke. Das überwältigende Cape Town lohnt sich als feiner Startschuss für den Trip, bevor es auf die ebenfalls beeindruckende Garden Route mitsamt seiner langen, weißen, ruhigen Strände geht. Kurz danach folgen die unglaublichen Righthander der Jeffreys Bay, dann die etwas ruhigeren Peaks von Cintsa und Coffee Bay, bis der Trubel im Nachtleben von Durban und eine hervorragende Auswahl Wellen mit warmen Wassertemperaturen einen würdigen Abschluss bilden.

Credit: iStock/Raglan

8) Neuseeland, Nordinsel

Begebt euch auf den State Highway 1 von Auckland und der beste Anlaufpunkt mit Boards auf dem Dach wird Raglan an der Westküste sein. Wenn euch die drei direkt nebeneinander liegenden Points von Whale Bay, Indicators und Manu Bay ausgelaugt haben, folgen noch Tausende Kilometer wilder und teils unbewohnter Küste darauf, im Bulli entdeckt zu werden und sorgen für ideale Bedingungen, falls ihr den Crowds entfliehen wollt.

Spot Check | Surf Highway 45 in Neuseeland

Ihr habt die Wahl zwischen der rauen Westküste und der idyllischeren Ostküste, die jeweils reich an Wellen und großartigen Landschaften sind. Wenn ihr euch bei dieser Luxussituation nicht entscheiden könnt, wäre eine Rundreise um die Nordinsel logischerweise die beste Option.

Credit: iStock/Costa Rica

9) Costa Rica

Mit ganzjährig warmen Wassertemperaturen, angenehmen Wellen, faszinierenden Landschaften sowie noch unglaublicherem Wildlife lässt sich Costa Rica fast als ultimatives Surfziel bezeichnen. Die bekannten Spots an der Pazifikküste wie Tamarindo können sehr überlaufen sein, daher dürften euch wohl eher südlichere Gefilde in der Gegend um Nosara und Mal Pais reizen. Auch Costa Ricas Karibikküste sollte man erwähnen, denn dort finden sich herausfordernde Beach Breaks und einige brauchbare Riffe. Auf dem Weg durch die Berge zur anderen Küste durchquert ihr die berühmten Cloud Forests.

Credit: iStock/Kamchatka

10) Kamchatka

Man benötigt eigentlich einen Off-roader mit sechs Rädern aus ehemaligen Sowjet-Beständen, um die spektakuläre und unbewohnte Küste Kamchatkas zu entdecken, aber falls euch das gelingen sollte, werdet ihr mit Sicherheit leere Lineups im fernen Osten von Russland scoren. Der Nordpazifik formt hier eine Küstenlandschaft, die weit abseits der regionalen Hauptstadt Petropavlovsk-Kamchatsky liegt und nur einige isolierte Siedlungen in dieser verlassenen Ecke der Welt bietet. Im Hintergrund der unberührten Strände prägen Berge und Vulkane die Landschaft. Die wenigen Surfer, die diese Region besucht haben, fesselte dessen raue Schönheit derart, dass sie jederzeit – bei sich bietender Gelegenheit und einem 7mm Wetsuit im Gepäck – zurückkehren würden.

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